Foto der Woche

#40 Herby

Nach elf gemeinsamen Monaten auf den Straßen, Park- und Campingplätzen Neuseelands ist es nun Zeit, mein geliebtes Auto "Herby" zu verkaufen. Schneller als mir lieb ist, ist ein Käufer gefunden. Nun bin ich wieder auf meine eigenen Füße angewiesen. In einem Land, in der "öffentliche Infrastruktur" in vielen Bereichen ein Fremdwort ist und dessen Städte eher für Autos als Menschen gebaut sind, bedeutet diese Tatsache lange Spaziergänge an stark befahrenen Straßen, aber auch die Möglichkeit, seine Umgebung intensiver wahrzunehmen.

#39 Bliss

Als Uri sein neues Surfboard begutachtet und zum ersten mal seine eigenen Finnen anschraubt, schleicht sich für einen Moment der Ausdruck purer Glückseligkeit in sein Gesicht. Ich will diesen Augenblick festhalten und fotografiere den ersten Trip mit seinem neuen Surfboard.

 

Die Bildergalerie findet ihr hier: https://www.framinglandscapes.de/fotografie/portfolio/the-new-surfboard/

 

Wo? Natürlich in

 

Manu Bay Raglan, Neuseeland

#38 Raglan

Ähnlich wie Kaikoura hat auch Raglan eine besondere Atmosphäre, die mich und andere Reisende immer wieder aufs Neue anzieht. Als ich den kleinen Ort an der nördlichen Westküste der Nordinsel Neuseelands zum ersten Mal verlasse, scherze ich noch mit der Rezeptionistin im Hostel, dass ich wahrscheinlich bald wiederkommen werde. Und tatsächlich vergehen keine zwei Wochen und ich bin wieder da.

 

Manu Bay Raglan, Neuseeland

#37 Manu Bay

“You go out surfing for the day at Raglan- you get two rides: one after breakfast, and one after lunch. You try for three you starve to death.”

 

The Endless Summer, Bruce Brown 1963

#36 Pläne

Wenn man ständig unterwegs ist, von einem Ort zum anderen reist, dann ist es schwer Kontakte aufrecht zu halten. Mit Steph und Thibault ist das zum Glück nicht der Fall. Immer wieder überschneiden sich unsere Reiserouten. Immer wieder treffen wir aufeinander, tauschen Erfahrungen, Inspirationen und Ideen aus.

 

"Raglan Roast" in Raglan, Neuseeland

# 35 Donnerstag

Die Vorstellung in den Tag hineinleben zu können klingt zwar verlockend, doch die Wahrheit ist: Der Wunsch nach dieser Form von "Freiheit" nutzt sich so schnell ab, so wie der kindliche Wunsch, dass jeder Tag Weihnachten ist. Ohne Routine fällt es schwer, produktiv zu sein. Das "in den Tag hineinleben" macht einerseits träge, zum anderen ist es anstrengend, ständig Entscheidungen treffen zu müssen und seien sie noch so banal. Ein bisschen Routine ist also gar nicht so schlecht. Dem Wissen, welcher Wochentag gerade ist, verweigere ich mich dennoch nach wie vor mit großem Erfolg.

 

Tongariro Nationalpark, Neuseeland

#35 weit weg

Kannst du dir vorstellen, in Neuseeland zu leben? Diese Frage bekomme ich in letzter Zeit oft gestellt. So sehr ich dieses Land liebe, so wenig kann ich mir vorstellen hier länger zu leben. Denn letztendlich ist das andere Ende der Welt das andere Ende der Welt. Und das nicht nur im geographischen Sinne. Der Umstand, dass hier nur circa vier Millionen Menschen permanent leben macht dieses Land besonders. Doch diese Tatsache führt auch dazu, dass Entwicklungsmöglichkeiten fehlen. Schöne Landschaften können zum Beispiel nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Selbstmordrate unter Teenagern seit Jahren die Höchste der Welt ist und auch im Vergleich zu anderen Industrieländern eine der höchsten Raten häuslicher Gewalt aufweist.

 

Quellen: https://www.nzherald.co.nz/family-violence/news/article.cfm?c_id=178&objectid=11634543

https://taz.de/Die-Wahrheit/!5426223/

 

Lewis Pass, Neuseeland

#34 Dschungel

Das Schöne am reisen, ist jeden Tag – in gewissen Grenzen – aufs Neue entscheiden zu können, wie man leben möchte. Das Schreckliche am reisen, ist jeden Tag aufs Neue entscheiden zu müssen, wie man leben möchte. Wie also trifft man gute Entscheidungen? Wie löst man sich von Erwartungen, Projektionen und Begehren? Wie setzt man die richtigen Prioritäten? Wie findet man heraus, was man will?

 

Goblin Forest im Egmont National Park, Neuseeland

#33 Norden

Wenn man so weit wie möglich nach Süden reist, dann ist jeder Schritt nach Norden ein weiterer Schritt auf dem Weg nach Hause. Das ist wunderschön und beängstigend zugleich.

 

Mount Ruapehu im Tongariro Nationalpark, Neuseeland