Surfen lernen in Portugal

Der beste Surfkurs im Alentejo Surfcamp. (c) Salomé Weber

„Die Abwässer von der Fabrik da hinten sind nicht gefährlich", sagt unser Surflehrer und zeigt in Richtung einer Fabrikanlage. "Wenn wir Glück haben, bringt die Strömung das aufgewärmte Wasser zu uns in die Bucht, dann können wir uns ein bisschen aufwärmen", ergänzt er lachend.

 

Ich bin noch nicht 100 prozentig überzeugt, beschließe aber ihm zu vertrauen. Immerhin verbringt er fast jeden Tag hier an diesem Strand.

Entschlossen greife ich nach dem Reisverschluss meines Neoprenanzugs, ziehe ihn nach oben, nehme mein Surfboard und gehe mit den Anderen zum Wasser.

So beginnt meine erste Surfstunde an einem warmen Spätsommertag an einem fast menschenleeren Strand etwa drei Fahrstunden südlich von Lissabon.

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Auf dem Weg nach Schottland oder: Was tun, wenn wirklich alles schief läuft?

Seit zehn Minuten steigt das Wasser in meinen Wanderschuhen langsam, aber stetig an. Die dicht gewachsenen Bäume schützen zwar vor dem strömenden Regen, doch gegen die Wassermassen in dem schlammigen Sumpf, den die Nationalparkverwaltung als Wanderweg bezeichnet, können selbst die besten Wanderschuhe nach einiger Zeit nichts mehr ausrichten.

 

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Der Weg ist das Ziel (?) – in 19 Stunden nach Italien

Draußen wälzt sich eine Blechkolonne auf der A7 in Richtung der österreichischen Grenze. Drinnen, in unserem  roten Citroën C1, staut sich die Hitze. Und das bereits seit ungefähr vier Stunden.

Ich streiche mir meine verschwitzten Pony-Strähnen aus dem Gesicht, versuche mich so aufrecht hinzusetzen, dass genügend Abstand zwischen der Sitzlehne und meinem Rücken bleibt, und muss gleichzeitig im kontinuierlichen "Stop and Go" die Übersicht behalten – was bei rund 5 Km/h aber zum Glück nicht so schwer ist.

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Unterwegs in Transsilvanien: Innere Bilder und äußere Wirklichkeit

Cluj-Napoca (c) Salomé Weber

Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort "Transsilvanien" hört?

 

Wenn ich an dieses Gebiet südlich der Karpaten denke, dann spult mein Gehirn Bilder aus "Bram Stoker's Dracula" (Francis Ford Coppola, 1993), "Van Helsing" (Stephen Sommers , 2004) oder "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (Friedrich Wilhelm Murnau, 1922) vor meinem inneren Auge ab.

 

Bilder von verschneiten, nebelverhangenen Dörfern, von schlammigen Straßen, in denen Pferdekutschen tiefe Furchen hinterlassen haben, von undurchdringlichen Wäldern, deren Bewohner uns  (auch heute noch) das Fürchten lehren – Bilder von Orten, an denen die Zeit stillzustehen scheint.

 

Was soll ich sagen? Meine Vorurteile haben sich – wie das mit Vorurteilen eben oft der Fall ist – nach meiner Ankunft in Rumänien nicht bestätigt. Natürlich sind die Straßen der zweitgrößten Stadt Rumäniens (Klausenburg bzw. Cluj-Naboca) geteert, natürlich fahren die Menschen hier in ihren Autos oder auf Fahrrädern und natürlich scheint in Rumänien auch mal die Sonne – ziemlich oft sogar.

 

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Im Schatten des Watzmanns

Im 19. Jahrhundert entdecken Künstler den Hintersee als Inspiration für ihre Werke. Auf dem Malerweg kann man ihre Gemälde mit der Wirklichkeit vergleichen. (c) Salomé Weber

Urlaub in Deutschland? Bei dem Gedanken an linear aufgeforstete Nadelwälder, eintönige Kulturlandschaften, aufgeschüttete Sandstrände und künstlich erzeugte Baggerseen habe ich mich lieber in die Ferne geträumt. Doch gerade die Erfüllung dieses Traums – meine Reise ans andere Ende der Welt – hat mich wieder neugierig gemacht und mich dazu bewegt, meine Vorurteile in Frage zu stellen.

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Heimwärts...

Mein Rückflug von Neuseeland nach Deutschland führt mich einmal um die halbe Welt herum. Von Auckland fliege ich über Melbourne, nach Bangkok, Dubai und lande schließlich in Frankfurt.

 

Auf dem Weg nach Hause blicke ich auf den grauen, bewölkten Himmel, die nass glänzende Straßen und die nackten Baumskelette, die die Autobahn Richtung Norden säumen – im deutschen Winter dominieren Grau-, Schwarz- und Brauntöne. Was für ein Unterschied zum grünen Neuseeland, wo viele Bäume ihre Blätter selbst im Winter behalten und sogar Blumen den kalten Temperaturen trotzen.

 

Irgendwie ist es komisch, wieder zu Hause zu sein... Alles wirkt so unglaublich vertraut. Als ich mit meinen Eltern durch die Haustür gehe und mein Gepäck in meinem Zimmer verstaue, beschleicht mich ein komisches Gefühl: Habe ich meine Reise vielleicht nur geträumt?

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Vom Ende einer langen Reise ...

Die letzten Tage einer langen Reise, der längsten Reise, die ich jemals unternommen habe. Es fühlte sich unwirklich an, dass ich in einigen Tagen wieder nach Hause, nach Deutschland fliegen sollte. Vom neuseeländischen Sommer in den deutschen Winter. Vom grünen Neuseeland ins graue Deutschland. Wie würde es sein wieder nach Hause zu kommen? Würde alles so sein wie immer? Hatten sich meine Freunde verändert? Hatte ich mich verändert?

Auf meinem letzten Reiseabschnitt lasse ich die einprägsamsten Momente der letzten Wochen und Monate noch einmal Revue passieren.

 

Ich denke an den Moment, als ich mit meiner besten Freundin in Christchurch gelandet bin und zum ersten Mal die frische kühle Abendluft geatmet habe, an die anstrengende, aber im Nachhinein lustige Wohnungssuche, an den Busfahrer, mit dem wir uns so gut verstanden haben, dass er uns das Bild seiner neu geborenen Enkelin gezeigt hat, an die Kioskverkäuferin, die jeden mit "Hello Sweetheart" begrüßt, an den Gesichtsausdruck meines Mitbewohners, als er die Haustür öffnet und eine fünf cm dicke Schneedecke im Vorgarten entdeckt und natürlich an die wunderschönen Landschaften, die ich während meiner Reise erkundet habe...

 

Diese Gedanken begleiten mich auf dem Weg zu den Whangarei Falls und auf den Straßen von Auckland. Doch immer wieder schaffen es die beeindruckende Natur, ein Schriftzug auf einem Boot, eine interessante Ansammlung von Häusern oder die nächtliche Skyline in die Gegenwart zu holen. In diesen Momenten habe ich Eines der Fotos geschossen, die ihr hier findet.

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Lass uns zum Strand!

An meinem letzten Tag in Taupo, einer kleinen Stadt auf der neuseeländischen Nordinsel, krame ich meine Badesachen hervor, lasse alle Kleidungsstücke, die das Wort "Thermo" beinhalten, im hinteren Teil meines Koffers verschwinden und freue mich auf Sonne, Strand und Wärme.

Ich verlasse den größten Binnensee der Region Canterbury, die schneebedeckten Vulkane des Tongariro Nationalparks und fahre weiter Richtung Norden. Mein Ziel ist die circa 85 Kilometer breite und 40 Kilometer lange Coromandel Halbinsel. Nur 55 Kilometer (Luftlinie) trennen die Coromandel von Auckland, der größten Stadt Neuseelands.

 

Vom Großstadtleben ist hier trotzdem nichts zu bemerken. Subtropischer Regenwald bedeckt den größten Teil der Halbinsel, die Küsten sind gesäumt von feinen, oft einsamen Sandstränden und in den beschaulichen Dörfern leben selten mehr als 1000 Einwohner. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb gibt es hier auf dieser kleinen Halbinsel am Hauraki-Golf so viel zu erleben.

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Eine Reise in das Herz von Mordor

Tongariro Nationalpark, Neuseeland (c) Salomé Weber

Sieht doch eigentlich ziemlich einladend aus - dieses "Mordor". Die aufgehende Sonne taucht die schneebedeckten Vulkane des Tongariro Nationalparks in ein angenehm warmes Licht, die gelben Blüten der Ginstersträucher bilden einen interessanten Kontrast zum strahlend blauen Himmel und die wabernden Nebelschwaden verleihen der Landschaft etwas Mystisches, fast schon Surreales.

Der Tongariro National Park diente Peter Jackson nicht nur als Filmkulisse  für die "Herr der Ringe"-Trilogie, hier befindet sich auch eine der beliebtesten Tageswanderungen Neuseelands: das Tongariro Alpine Crossing.

Der Wanderweg führt durch karge Wüstenlandschaften und Lavafelder, vorbei an türkisfarbenen Kraterseen und teilweise noch aktiven Vulkanen.

 

(Tipps und Links zu anderen Reiseberichten beziehungsweise Wegbeschreibungen findet ihr übrigens unten)

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Von Christchurch nach Wellington


Christchurch, die größte Stadt auf Neuseelands Südinsel, bildete eigentlich nur einen Zwischenstopp auf dem Weg zwischen Kaikoura und Akaroa. Trotzdem hatte ich einen Tag Zeit, um die Stadt zu erkunden.

 

Ich bin überrascht von dem Ausmaß der Zerstörung, dass das Erdbeben im Jahr 2011 hinterlassen hat.

Ein Jahr später liegt das gesamte Zentrum noch immer in Trümmern, trotzdem haben bereits erste Wiederaufbaumaßnahmen begonnen. An der Grenze zu der zerstörten Innenstadt entsteht zum Beispiel dieses kleine Container-Dorf (rechtes Foto) mit Cafés, Ausstellungen, Läden und Restaurants.

Entspannen in Akaroa

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Rauer Pazifik und schneebedeckte Berge - Kia Ora in Kaikoura

Die kleine Stadt Kaikoura liegt im Nordosten von Neuseelands Südinsel. Im Westen recken die Kaikoura Ranges mit dem 2855 Meter hohen Tapuae-o-Uenuku ihre schneebedeckten Gipfel gen Himmel. Im Osten liegt der teils türkisfarbene, teils graugrüne Pazifik. Ein paar Kilometer von der Küste entfernt fällt der Meeresboden auf bis zu 1000 Meter Tiefe ab.

Hier leben Riesenkalmare - die Lieblingsspeise der Pottwale. Auch nährstoffreiche Strömungen aus arktischen Gewässern sorgen für reiche Fischgründe, die weitere Meeressäuger und Seevögel anlocken. Bis ca. 1920 wurden die Wale vor Kaikoura gejagt und getötet. Heute dienen sie als Touristenattraktion und wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde.

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Sturm im Paradies - Unterwegs im Abel Tasman Nationalpark

Als der niederländische Seefahrer Abel Tasman am 16. Dezember 1642 an einem Sandstrand in der "Golden Bay" ankerte, endete das Aufeinandertreffen zwischen seiner Crew und den neuseeländischen Ureinwohnern in einer gewaltvollen Auseinandersetzung. Dreihundert Jahre später werden die 23 000 Hektar Land rund um den einstmaligen Landeplatz des Entdeckers zu einem Naturschutzgebiet ernannt.

 

Heute ist der Abel Tasman Nationalpark, im Norden der Südinsel Neuseelands, ein friedlicher Ort. Begleitet vom Rauschen des Meeres und dem Klang zwitschernder Vögel wandern Besucher über goldene Sandstrände oder fahren mit Kayaks durch türkisfarbene Buchten. Aufgrund der zahlreichen Schutzmaßnahmen zum Erhalt der natürlichen Flora und Fauna hat sich der Park in den letzten Jahrzehnten zu einem kleinen Paradies entwickelt.

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Wilde Schönheit - Unterwegs an Neuseelands Westküste

Einzigartige Naturschauspiele, urzeitliche Regenwälder und viel Regen. Das sind die Worte, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an die Westküste der neuseeländischen Südinsel denke. Tatsächlich ist dieses Gebiet zwischen Awarua Point im Süden und Kahurangi Point im Norden  die regenreichste Region des Landes.

 Regen? Normalerweise fliegen oder fahren wir doch in den Urlaub, um dem schlechten Wetter zu entfliehen! Warum gehört dann gerade dieser Küstenabschnitt zu den schönsten Orten Neuseelands?

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Die kleine Stadt am See - Unterwegs in Wanaka

Der Weg von Te Anau nach Wanaka führt vorbei an schneebedeckten Bergen, tiefblauen Seen und weitläufigen Wiesen. Auf halber Strecke kreuzt die Route die Gleise einer uralten Dampflok - dem Kingston Flyer. Für diese Strecke, die eigentlich rund drei Stunden dauern sollte, brauchen wir - zwei Zimmernachbarn aus dem Youth Hostel in Te Anau und ich - fünf.

Die Landschaften sind zu beeindruckend, um einfach daran vorbeizufahren. Was für ein Gefühl von Freiheit und was für ein Glück, dass meine Zimmernachbarn zur selben Zeit nach Wanaka fahren möchten wie ich, denn so kann ich die Fahrt mit dem Reisebus umgehen und werde sogar bis zur Eingangstür meiner neuen Unterkunft - dem Wanaka Bakpaka - gebracht.

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Große Erwartungen - Unterwegs im Fiordland National Park

"Milford Sound" – der Name steht für eine der spektakulärsten Landschaften Neuseelands und das touristische Highlight des Fiordland Nationalparks auf der Südinsel von Neuseeland. Auch ich kann mich der magischen Anziehungskraft dieses Fjordes nicht entziehen und so führt mein erster Weg, nach der Ankunft in Te Anau, zum Info Center für Touristen (i Site). Hier möchte ich mich über Milford Sound Cruises informieren und mir eine Wanderkarte besorgen. Am Info-Tresen wartet bereits eine hilfsbereite Mitarbeiterin, die auf meine Frage hin einen vollgestopften, weißen Ordner hervorholt: "Luxusbus mit 40 anderen Touristen, ein kleiner Bus mit weniger anderen Gästen, eine 'Nature Cruise' mit Kommentaren zur Tier- und Pflanzenwelt, ein großes Boot oder ein kleines? Ein Rundflug mit einem Helikopter oder vielleicht eine Kayak-Tour?" Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos. Letztendlich entscheide ich mich für die "Nature Cruise".

"Das Schönste, das ich je gesehen habe", "spektakuläre Natur" "atemberaubend", "wunderschön", "total beeindruckend" - am Morgen meiner Milfor Sound-Tour erinnere ich mich an die begeisterten Erzählungen von anderen Reisenden. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen. Mit einem freudigen Lächeln im Gesicht setze ich mich bei warmen Temperaturen und temporärem Sonnenschein auf den Hostel-Parkplatz (YHA Backpacker) und warte. Ich warte, lese ein bisschen in einem Prospekt, warte und warte ... Als ich gerade nach meinem Handy greifen will, um mich beim Reiseunternehmen zu versichern, dass ich nicht vergessen wurde, rast ein kleines Busschen auf den Parkplatz. Ein grinsender Busfahrer steigt aus, öffnet mir die Tür und lädt mich und meinen Rucksack ein.

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Rakiura - Unterwegs im Land des glühenden Himmels

Rakiura ist der Maori Name für Stewart Island und bedeutet "Land des glühenden Himmels". Nirgendwo sonst auf den beiden Pazifikinseln - außer vielleicht in Hokitika an der Westküste der Südinsel - sind die Sonnenuntergänge so spektakulär wie hier, am südlichsten Punkt Neuseelands. Stewart Island ist nicht nur bekannt für seine grandiosen Sonnenuntergänge und das im Winter gelegentlich sichtbare Südlicht Aurora Australis, sondern auch für seinen Regen (laut Statistik fällt er an 220 Tagen im Jahr), seine Abgeschiedenheit und seine unberührte Natur. 85 Prozent der 1683 km² großen Inselfläche bilden den Rakiura Nationalpark. Die meisten der knapp 400 Insulaner wohnen in Oban an der Halfmoon Bay. Sie leben vom Tourismus, von Einnahmen aus Aquafarmen oder vom Fischfang.*

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Einsame Strände, Ursprüngliche Wälder und schroffe Küsten - Unterwegs in den Catlins

Nach rund einer Stunde Fahrzeit auf der Southern Scenic Route zwischen Dunedin und Invercargill schwindet der Handyempfang. Etwa 15 Minuten später fallen die ersten Radiosender aus. Das Signal ist weg - auf unseren Handys und im Radio. Damit hatten wir (zwei Freundinnen und ich) nicht gerechnet. Was ist, wenn jetzt etwas passiert? Wenn der Mietwagen kaputt geht? Ein Reifen platzt oder sich eine von uns verletzt? Wir schieben diese Gedanken beiseite, versuchen die ungewohnte Stille zu genießen und konzentrieren uns auf unser erstes Ziel, die Pūrākaunui Falls.

 

Soweit der Plan. Doch wenige Minuten später stellt sich heraus: Der fehlende Empfang ist nicht unser einziges Problem. Mit unserem Mietwagen, einem nicht geländetauglichen Kleinwagen, sind wir auf einer Schotterpiste gelandet. Unser anfänglicher Optimismus: "Ach... das sind bestimmt nur ein paar Hundert Meter", schwindet nach den ersten Kilometern. Fünf gefühlte Stunden (= rund zwei reale Stunden) später haben wir endlich unser erstes Ziel erreicht: einen Schotterparkplatz.

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Exotisch und vertraut - Unterwegs auf der Otago Halbinsel

Unzählige Male habe ich mir Fotoreportagen und Fernsehdokumentationen angesehen und dabei von diesem Land geträumt: von grünen Hügeln und kilometerlangen Sandbänken, von uralten Gletschern und immergrünen Regenwäldern, von zerklüfteten Fjorden, türkisblauen Bergseen und schneebedeckten Vulkanen.

Nun stehe ich hier, an einer kleinen Bushaltestelle in Portobello, inmitten dieser Landschaft, die ich vorher nur aus Magazinen und Bildbänden kannte. Rechts neben mir entdecke ich eine sanft geschwungene, mit weißen Punkten gesprenkelte, Hügelkette. Nach längerem Hinschauen stellt sich heraus: Die hellen Flecken sind Schafe, die auf den saftigen Weiden grasen, faulenzen oder ihre Lämmer säugen. In der Bucht links neben mir schaukeln Fischerboote auf den Wellen des Pazifischen Ozeans und Möwen durchsuchen den, von der Ebbe frei gegebenen Meeresboden nach Krebsen und Würmern.

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Mehr Wildnis wagen - Unterwegs im Nationalpark Berchtesgaden

Um den Lebensraum von seltenen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten wie Alpen- und Feuersalamandern, Ringelnattern, Kreuzottern, Enzian oder Edelweiß zu schützen, wird in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden vollkommen auf menschliches Eingreifen verzichtet. Das Konzept geht auf: Bereits am zweiten Tag begegnet mir ein ca. 25 Zentimeter großer Feuersalamander.

Die Schönheit des Nationalparks scheint sich auch im Rest der Welt herumgesprochen zu haben. Die meisten Touristen versammeln sich Tag für Tag am Ufer des Königssees. Wer will es ihnen verübeln? Umgeben von steilen Felswänden, Wasserfällen und dem sich auftürmenden Watzmann windet sich der smaragdgrüne See ähnlich wie ein Fjord tief in den Park hinein und bietet ein beeindruckendes Landschaftsbild. Am hinteren Ufer des Sees warten unberührte Waldstücke, tiefblaue Bergseen und der höchste Wasserfall Deutschlands.

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