Inspirierende Filme über Fotografie

(c) Lilly Rum /Unsplash
(c) Lilly Rum /Unsplash

Lust auf einen unterhaltsamen und inspirierenden Ausflug in die Welt der Fotografie? Auf Menschen, die an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen, die uns in die Welt der Stars entführen, uns die faszinierendsten Landschaften der Erde zeigen und uns gleichzeitig unsere menschlichen Abgründe vor Augen führen? Lust auf Filme, die euren Blick schärfen und neue Perspektiven aufzeigen. Dann seid ihr hier genau richtig, denn in diesem Beitrag zeige ich euch neun inspirierende Filme zum Thema "Fotografie".

Wim Wenders: Das Salz der Erde

Für den Film "Das Salz der Erde" begleiten Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado bei seinem letzten Fotoprojekt "Genesis". Über 40 Jahre hat er sich der Fotograf der dunklen Seite der Menschheit gewidmet, hat Kriege, Hungersnöte, internationale Konflikte und Ausbeutung dokumentiert. Fast hat er den Glauben an die Menschen verloren, fast ist er daran zerbrochen. Doch mit seinem neuen Projekt findet er auch neue Hoffnung.

Barbara Leibovitz: Life Through a Lens

Ihre Bilder von berühmten Persönlichkeiten wie den Rolling Stones, John Lennon und Yoko Ono und Demi Moore  haben Geschichte geschrieben und sind in das kollektive Gedächtnis eingegangen. Barbara Leibovitz begleitet ihre Schwester Annie Leibovitz von den ersten beruflichen Erfolgen bis zu ihrem Karriere Höhepunkt und gewährt dabei sehr persönliche und intime Einblicke.

John Maloof: Finding Vivian Maier

Der Gedanke ist zugleich faszinierend und unerträglich: Stell dir vor du widmest dein Leben einer künstlerischen Tätigkeit, aber keiner weiß davon. Erst nach deinem Tod werden deine Werke gefunden, du wirst berühmt und der Finder deiner Werke reich. Aber braucht es Anerkennung und Geld, um ein gutes Leben gelebt zu haben? Eine Frage, die man sich bei diesem biografischen Film über die Fotografin Vivian Maier – deren Bilder erst nach ihrem Tod an eine breite Öffentlichkeit gelangten – stellen kann. Denn es scheint, als hätte diese Fotografin gar nicht gewollt, dass andere Menschen ihre Bilder sehen, geschweige denn sie bewundern.

Christian Frei: War Photographer

Zwei Jahre hat Christian Frei den Kriegsfotografen James Nachtwey in Krisenregionen, aber auch zu den gelegentlichen Aufenthalten in seiner Heimatstadt New York begleitet. Das Aufeinanderprallen dieser beiden Welten, die ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und die sehr persönlichen Interviews mit Nachtwey regen zum Nachdenken an und machen diesen Film besonders.

Anton Corbijn: LIFE

Dennis Stock, Fotograf, und James Dean, Schauspieler, begegnen sich 1955 auf einer Filmparty in Los Angeles. Während Stock den lang ersehnten Durchbruch anstrebt, hat Dean bereits im Film "Jenseits von Eden" mit Elia Kazan gespielt und ist jetzt die erste Wahl für Nicholas Rays neuen Film "Rebel Without A Cause". Als der Fotograf den Schauspieler auf der Party erblickt, ist für ihn sofort klar:  Mit diesem Mann, der so selbstsicher und so verloren zugleich ist, könnte sein Durchbruch gelingen. Nun muss er nur noch Dean von dem Projekt überzeugen.

Michelangelo Antonioni: Blow-Up

Hat der Londoner Modefotograf Thomas einen Mord fotografiert? Als er Bilder entwickelt, die er zuvor von einem Liebespaar in einem Park aufgenommen hat, entdeckt er auf einem der Bilder eine Pistolenmündung. Thomas kehrt in den Park zurück und entdeckt den toten Mann. Doch hat es wirklich einen Mord gegeben oder hat der Fotograf den Mann in seine Bilder hineininterpretiert? Und was sehen wir  als Zuschauer eigentlich in diesem Film?

Mark Romanek: One Hour Photo

Eine Stunde dauert es, bis der Angestellte Sy (Robbin Williams) seinen Kunden ihre entwickelten Fotos überreichen kann. Dabei fertigt er nicht nur einen, sondern jeweils zwei Abzüge ab. Einen für die Kunden und einen für sich selbst. In seiner Wohnung sammelt er die Bilder von Kindergeburtstagen, Hochzeiten und Familienfeiern. Er selbst lebt alleine, sieht sich aber als eine Art Familienmitglied der fotografierten Menschen und nutzt die Fotos als Projektionsfläche für seine Wünsche und Träume. Das geht so lange gut, bis sich Sy gezwungen fühlt, in das echte Leben der Familien einzugreifen.

Ben Stiller: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Der schüchterne und introvertierte Walter Mitty arbeitet als Fotoarchivar beim New Yorker "Life Magazin". Ein Magazin voll mit spannenden Entdeckungen, intimen Einblicken und überraschenden Geschichten. Ein Magazin, das von Leben erzählt, die so ganz anders verlaufen als das der Hauptfigur Walter. Während die Menschen, über die die Autoren und Fotografen im Magazin berichten, zum Mond fliegen, Musikgeschichte schreiben oder den Mount Everest besteigen, erlebt Mitty Abenteuer nur in seinen Tagträumen. Das ändert sich erst, als die Arbeitgeber von Mitty beschließen, das Magazin einzustellen und das Negativ für das Titelbild der letzten Ausgabe des Magazins verschwindet.

Steven Silver: The Bang Bang Club

Gier, Voyeurismus oder Gerechtigkeit? Was motiviert Kriegsfotografen, ihren lebensgefährlichen Job auszuüben? Genügt die Begründung, auf das Leid der Opfer und auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen zu wollen als Legitimation, um mit den Bildern von diesen Menschen Geld zu verdienen und Preise zu gewinnen? Rund um diese zentrale Frage erzählt der Film die Geschichte der vier jungen südafrikanischen Fotografen Greg Marinovich, João Silva, Ken Oosterbroek und Kevin Carter, die in den Jahren zwischen Nelson Mandelas Freilassung 1990 und dem Ende der Apartheid 1994 zu Weltstars der Kriegsfotografie wurden.